Herzlich willkommen auf der privaten Webseite "Panzerschiff Admiral Graf Spee"!

 

Mit dem Projekt "Panzerschiff Admiral Graf Spee" soll über die Geschichte des Schiffes, des Kommandanten und seiner Besatzung berichtet werden, sowohl in Friedenszeiten als auch zu Beginn des Krieges; der Operationsauftrag, die Konsequenzen, die sich daraus ergaben und das Schicksal aller, die Teil dieser Geschichte waren.

Nach dieser Einleitung und dem Leitmotiv, ein Blick in die Historie, die Baubeschreibung des Panzerschiffes, die Bewaffnung und mobile Einrichtungen folgt die Indienststellung. Und wir erfahren etwas über die ersten Auslandsreise und Auslandseinsätze in spanischen Gewässern, die internationale Flottenschau auf "Spithead Reede", den ersten Kommandantenwechsel und Unterhaltsames mehr.

 

Zum Ende des Jahres 1938 erfolgte dann erneut ein Wechsel in der Schiffsführung und wir erhalten ein paar wesentliche Daten zum neuen Kommandanten: KptzS Hans Langsdorff. Unmittelbar danach geht es bereits an Bord und zwei Besatzungsmitglieder, stellvertretend, ein Masch.Ob.Mt. und ein Masch.Ob.Gefr., beide "Heizer", VIII. Division, E-Machinenanlage, werden uns auf eine spannende Zeitreise mitnehmen - Leinen los!


Leitmotiv

 

Am 13. Dezember 1939 fand das erste Seegefecht seit Beginn des Krieges am 01. September 1939 zwischen den Kriegsgegnern Deutschland und Großbritannien statt.

Über das Aufeinandertreffen eines deutschen Kriegsschiffs und dreier britischer Kriegsschiffe und die weitere Entwicklung in den kommenden sieben Tagen darauf wurde nicht nur in der internationalen Presse mit Schlagzeilen weltweit berichtet, wie:

 

La Batalla del Río de la Plata - The Battle of the River Plate - Die Schlacht vom Río de La Plata .

 

Das Ereignis in seiner Gesamtheit ist in die Geschichte des Zweiten Weltkrieges eingegangen. Sowohl in Argentinien als auch in Uruguay ist diese Episode weiter lebendig.

Seit damals wird jährlich am Todestag des Kommandanten Langsdorff, dessen Grab sich auf dem Friedhof in Buenos Aires, "Cementerio de la Chacarita" – deutsche Sektion - befindet, dem Ereignis gedacht. Hierbei handelt es sich nicht um Kriegsgräber. Um die Pflege kümmern
sich die Angehörigen ehemaliger Speefahrer, die nach dem Krieg nach Argentinien zurückkehrten und natürlich auch die Friedhofsverwaltung.

 

Aber auch auf dem Friedhof in Montevideo, "Cementerio der Norte", werden an den Gräbern der im Gefecht Gefallenen, am Gedenktag Kränze neidergelegt. Das Gräberfeld wurde zeitgleich, als die Beerdigung der Gefallenen stattfand, von einem deutschen Unternehmer (?) ... gekauft. Hierbei handelt es sich allerdings um Kriegsgräber  und die Betreuung und Pflege wird durch die deutsche Kriegsgräberfürsorge wahrgenommen. Sowohl die deutsche Auslandsvertretung als auch die Deutsche ev. Gemeinde in Montevideo kümmern sich zeitweilig und bei besonderen Anlässen darum.


Über den vielfältigen Personenkreis wird noch an anderer Stelle zu berichten sein, aber eines darf schon vorweggenommen werden, dass bereits seit Anfang der 50er Jahre internationale Delegationen, bestehend aus den ehemaligen Kriegsgegnern, und später auch einzelne ausländische Besucher, bis in die Gegenwart regelmäßig das Grab besuchen und Blumengrüße ablegen.

Auch die Deutsche Marine nach 1956 hat im Zuge ihrer Ausbildungsfahrten die Kriegsgräber in Montevideo und die Grabstätte in Buenos Aires besucht und Kränze niedergelegt.

Während für die beiden südamerikanischen Länder im Laufe der Zeit das Ereignis auch zusätzlich Bestandteil ihrer eigenen jüngeren Geschichte wurde, ist eben dieses hier in Deutschland kaum beachtet worden.

Lediglich auf dem "Ehrenfriedhof" in Wilhelmshaven befinden sich ein Stein, der an die Toten des Schiffes erinnert und eine Messingtafel als Andenken an den Kommandanten und den Gefallenen. Die Einweihung fand am 5. September 1982 statt. Die Predigt hielt Militärdekan Irmin Barth.

Und in der Gedenkhalle des Marine-Ehrenmals in Laboe ist eine Tafel, mit den Namen derer am 13. Dezember 1939 Gefallenen, angebracht. Dem Kommandanten zu Ehren wurde auch sein Name oben vorangestellt.

Das geschah 1954, nach der Rückgabe des Marine-Ehrenmals durch die britische Besatzungsmacht.


Die Wahrnehmung dieses Ereignisses im Besonderen ist das Spiegelbild der Wahrnehmung der deutschen Marinegeschichte im Allgemeinen.

Der Marinehistoriker und FKpt. a.D. Dr. D. Hartwig schreibt in einem Buch, dass bis zum Jahr 2004 vier Bundespräsidenten (Heuss, Lübke, Scheel, Carstens) das Ehrenmal in Laboe besucht haben. Von den, bis dahin, sieben Bundeskanzler, stattete nur Adenauer einen Besuch ab, und als Ministerpräsident von SH nur v. Hassel und Stoltenberg und das meist als Begleitung der Bundespräsidenten.

Und weiter ist zu lesen – Zitat: >> Andere Bundespolitiker scheinen das Marine-Ehrenmal nicht zu kennen. Das aber entspricht dem in Deutschland ganz allgemein vorherrschenden Unwissen bzw. einer Distanz zur Marine, zur Bedeutung von Seefahrt und maritimer Wirtschaft. Nicht ganz unzutreffend ist daher wohl die Feststellung: Im Marine-Ehrenmal in Laboe erinnert sich weniger die eigene Nation, als mehr die internationale Gemeinschaft der Seefahrer! Denn das Marine-Ehrenmal in Laboe ist weltweit bekannter als bei der Bevölkerung des eigenen Landes<< […]

 

Darüber hinaus gibt es bestenfalls kurze Dokumentationen oder Printbeiträge - allerdings mit begrenzter Seriosität -, die den Weg in die Öffentlichkeit finden. Aber das ist zu wenig. Dieses Ereignis ist viel komplexer, um es einer gelegentlichen und zufälligen Berichterstattung zu überlassen. Im Wege umfangreicher Recherchen durfte ich immer wieder erfahren, dass angefragte Behörden, Institutionen und Archive, immer dann besonders aufmerksam wurden, wenn der Name des Schiffes genannt wurde.

Aber auch Einzelpersonen konnten oftmals ganz Persönliches beitragen, auch wenn diese nicht unmittelbar dem Thema verbunden waren.

Und dann wäre da noch die zutreffende Feststellung von einem ehemaligen Stabsoffizier der Deutschen Marine, der die Biografie von Hans Langsdorff geschrieben hat: Seit gut einem Jahrzehnt fragen immer mehr Töchter und Söhne – in zwischen zum Teil auch die Enkel – von Eltern der Kriegsgeneration, wo und mit welcher Aufgabe ihre Väter während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt waren.

 

Mein Vater war seit 1938 Besatzungsmitglied der "Graf Spee". Die Ausbildungsfahrten in Friedenszeiten, der Operationsauftrag im Südatlantik und die Tage im Dezember 1939 werden immer Teil seiner Biografie sein, so wie für viele seiner Kameraden sicher auch.

Im Jahr 2017 begaben sich die letzten beiden Speefahrer, die in Argentinien bzw. Uruguay ihren Wohnsitz hatten, auf ihre letzte Reise – der eine wurde 97, der andere 101 Jahr alt -, und somit haben uns die letzten beiden Zeitzeugen verlassen.

 

Früher hat es an schnellen Antworten auf das Hinterfragen der damaligen Vorgänge nie gemangelt. Manchmal waren sie zutreffend, manchmal auch am Thema vorbei. Zunächst kamen sie von den Besatzungsmitgliedern selbst, die die Deutungshoheit gern für sich beanspruchten – da machte mein Vater keine Ausnahme.

 

Das hat sich aber in den letzten Jahren sehr geändert. Es dürfte bekannt sein, dass die Archive seit dem Jahr 2006*, durch das Informationsfreiheitsgesetz geregelt, frei zugänglich sind – auch und gerade die Militärarchive. Meiner Erfahrung nach lagern dort keine Dokumente, die imstande wären, die Vorgänge völlig auf den Kopf zu stellen. Aber es gibt schon einige Aktennotizen und Berichte, die geeignet sind, Deutungen, Erkenntnisse und ggf. Behauptungen neu zu bewerten. Einige offene Fragen konnten geklärt und somit auch manche lieb gewordenen Behauptungen widerlegt und Legenden entlarvt werden.

 

So informativ auch das Projekt sein mag, weiß der Autor natürlich, dass hier immer noch manche Fragen offenbleiben werden.

Vor diesem Hintergrund erscheint es mir sinnvoll, manche Beiträge mit Bildern auszustatten. Es handelt sich oft um Fotos aus der Sammlung meines Vaters, die "Ereignisse bzw. Personen der Zeitgeschichte" abbilden.

Manchmal erzählen Bilder mehr als das Geschriebene. Viele haben familiären Charakter, sie sind Unikate.

 

Überwiegend aber handelt es ich um solche Fotos, die eine große Anzahl anderer Speefahrer auch hatten und auch in Bilderalben aufhoben. Auch ein Austausch, bzw. das Abfotografieren, von Bildern untereinander wurde im Laufe der Jahre vorgenommen.

Einige dieser Bilder aus den geerbten Alben sind inzwischen durch die jeweilige Familie ins "Netz" gestellt worden und daher öffentlich einsehbar. Manche Alben fanden den Weg in die Archive und Museen, andere, wie die meines Vaters, wurden nach der Digitalisierung der Bilder dem "Wehrgeschichtlichen Ausbildungszentrum" der Marineschule Mürwik übergeben.

Und manche gingen zu Wiederverkauf in den Militaria-Handel.

 

Die Fotos sind also keinesfalls eine Exklusivität, eher haben diese Inflationscharakter und ein Copyright einzelner Bilder ist daher nicht ableitbar. Deshalb wurde auch für diese Bilder auf ein digitales Wasserzeichen bewusst verzichtet.

Allerdings wird dort, wo es angebracht ist, der Ursprung genannt werden – egal, ob sich um Bilder oder gescannte Dokumente handelt.

Auf manchen Fotos ist ggf. die Reichskriegsflagge zu sehen. Diese Abbildungen waren und sind immer nur eine Momentaufnahme und sollen ggf. nur den Beitragsinhalt begleitend illustrieren. Grundsätzlich sind solche Insignien in Deutschland verboten und das ist auch gut so, aber sie gehören nun mal zur deutschen Geschichte, der man sich stellen muss.

 

Mit diesem Projekt soll aus dem Ereignis keine "Unendliche Geschichte" erwachsen. Alles soll lediglich einen informativen Charakter haben, über das Wesentliche berichten und mithelfen, Sachverhalte neu zu bewerten, gerecht abzubilden und dabei jede Verherrlichung vermeiden.

 

Zur Person als Autor sei nur soviel erwähnt. Ich bin in Argentinien geboren, dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Mein erster Besuch an der Grabstätte von Hans Langsdorff und die vier beigebetteten Speefahrer, erfolgte im Kinderwagen. Noch viele weitere Besuche sollten folgen, nicht nur im Dezember eines jeden Jahres, sondern auch dann, wenn im Vordergrund ein Besuch am Grab meines Großvaters stand. Und später, als wir Kinder größere waren, richtete der "Circulo de Camaradas Graf Spee" für uns jedes Jahr eine Weihnachtsfeier aus.

Ob Untergangsstelle der "Graf Spee", "Internierungsorte in Córdoba", "Hotel de Inmigrantes mit Dársena Norte", "Arsenal Naval", "die Grabstätte auf den Chacarita Friedhof", etc. – allesamt "historische Orte" die mir mein Vater vermittelte. Kurzum, mir wurde die Speebegebenheit "in die Wiege gelegt".

 

Der Anspruch auf die alleinige Wahrheit wird indessen nicht erhoben. Denn was ist die Wahrheit?

 

Es gab eine Wahrheit der Besatzungsmitglieder, die das Ereignis erfuhren.

Es gab eine Wahrheit, der damaligen NS-Propaganda in Deutschland

und die der Herausgeber der Zeitung "Deutsche La Plata Zeitung" in Argentinien.

 Es gab eine Wahrheit, der damaligen internationalen Presse, die abweichend berichtete.

 Es gibt eine Wahrheit der Historiker – von diverser Art.

 

Noch hinzufügen wäre, dass stets auch auf den Intentionscharakter wissenschaftlicher Arbeit hingewiesen werden muss: Wahrheitssuche und Absicht des Historikers oder der Beteiligten an einem Ereignis sind wesentliche Teile dieses Prozesses.

 

Mithin kann gesagt werden: Es gibt keineswegs die Wahrheit.

 

 

* Archive sind in Deutschland nicht erst seit 2006 durch das Informationsfreiheitsgesetz frei zugänglich. Das waren sie schon vorher, denn das Bundesarchivgesetz (BArchG vom 6.1.1988; inzwischen Neues vom 10.3.2017) reklamiert für die Archivbenutzung ein Jedermann-Recht. Die normale Sperrfrist des Bundes (z.T. in den einzelnen Bundesländern etwas variiert) beträgt 30 Jahre. Eine Herabstufung kann im Einzelfall beantragt werden. Der Schutz der Persönlichkeit (aber z. B. nicht für Personen der Zeitgeschichte) lag bei 30 Jahren nach Tod bzw. 110 Jahre nach Geburt. Jetzt frühestens 10 Jahre nach Tod bzw. 100 Jahre nach Geburt.

Das Informationsfreiheitsgesetz von 2005 (2006) hat nicht die allgemein-wissenschaftliche Benutzung im Fokus, sondern das Recht als Bürger, wenn  Behörden z. B. dieses versagen würden und öffnet den Weg zur Einsicht in Akten, die  den Fall betreffen.


Schwerer Kreuzer HMS "Exeter"

Der Wahlspruch: "Semper fidelis"

York-Klasse - 8390 ts - 32 kn

Leichter Kreuzer HMS "Ajax"

Der Wahlspruch: " Non other than Ajax"

 Leander-Klasse - 7270 ts - 32,5 kn

Leichter Kreuzer HMNZS "Achilles"

Der Wahlspruch: "Braverly in Action"

Leander-Klasse - 7270 ts - 32,5 kn