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Dieser Abschnitt ist dazu gedacht Pressenachrichten, Dokumente, Fotos, etc. abzubilden die in den vorangegangenen Abschnitten entweder aus Platzgründen nicht berücksichtigt werden konnten, eine Zuordnung zu einem speziellen Thema nicht machbar war oder eine Überfrachtung die Folge gewesen wäre. Trotzdem sind diese sehr informativ und sollten nicht vorenthalten werden - eine Rückschau, die sich sicher lohnt. Darüber hinaus sind aber auch Dokumente und Pressenotizen eingefügt, die aus der "Neuzeit" stammen, also aus den darauf folgenden Jahrzehnten.

 

Im Hinblick auf die in der spanischen Sprache geschriebenen Dokumente handelt es sich einerseits um solche, die im "Spee-Büro" im Laufe der sechs langen Internierungs-Jahre erzeugt wurden und die für das Argentinische Marineministerium oder anderen Behörden bestimmt waren. Anderseits um Erwiderungen auf die selbigen bzw. um Erlasse und Bescheinigungen aller Art für den jeweiligen Internierten.

 

Man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass alle diese Unterlagen die im "Spee-Büro" aufbewahrt wurden, vor der unmittelbaren Rückführung der internierten Besatzungsmitglieder nach Deutschland, zunächst zur Aufbewahrung an die Deutsche Botschaft abgeben worden sind. Später, 1951, als der erste Botschafter nach dem Krieg Dr. Terdenge sein Amt antrat, hätten diese Dokumente alle nach Deutschland gemusst und archiviert werden – es waren aber keine vorhanden. Eine gute Alternative wäre es gewesen, dieses Material den argentinischen Archiven zu übertragen.

 

Es ist aber angebracht zu vermuten, dass das nicht der Fall war und das Material in sogenannte Privatarchive wechselte. Diese privaten Archive unterliegen keiner Gesetzgebung.

 

Nach dem Ableben der Besitzer wanderten die Sammlungen in neuen Besitz; entweder durch Versteigerungen oder durch Beziehungen zur politischen Klasse – hochrangige Militärs und Sicherheitskräfte machten keine Ausnahme.

 

Diese entwickelten sich bereits in den 50er Jahren und folgende, was aber nicht ungesetzlich war. Diese Dokumente trugen in der Regel ein Vermerk: "colección privada" oder "colección personal de:" … - (Privatsammlung oder persönliche Sammlung von: … jeweiliger Name)


Adm. Isaac Rojas mit Carlos Menem.
Adm. Isaac Rojas mit Carlos Menem.

Ein Beispiel ist der ehemalige argentinische Admiral Isaac Rojas; wegen seiner, beständig tragend, viel zu großen dunklen Augenbrille erhielt er übrigens den Spitznamen "La hormiga negra" (die schwarze Ameise; weil dünn und mit abstehenden wirkenden dunklen Augen).

Ab der Internierung der "Speebesatzung" 1939 hatte er als KKpt. natürlich Zugang zu dem Ereignis. Dieser besaß erhebliches Material. Später, nach seinem Tod 1993, muss, zumindest ein Teil dieser Sammlung, in unbekannte Hände gelangt sein.

Ein anderer Teil dieser Sammlung wurde aber auch durch die Erben an ein öffentliches argentinisches Archiv abgegeben.


Weiter zu nennen wäre Eduardo Labougle Carranza, Argentinischer Botschafter in Berlin 1932 – 1939. Auch er hatte sich eine Sammlung zugelegt. Nach seinem Tod 1965 hätte das Material eigentlich an die Argentinische Regierung zurückgeführt werden müssen denn er war ja Regierungsbeamter.

 

Dem war aber offenbar nicht so und vor nicht allzu langer Zeit tauchte es in der Öffentlichkeit auf und soll in die Hände eines argentinischen Journalisten und Schriftsteller gelangt sein. Der für sehr kurze Zeit, in der Ära Menem, auch Verantwortlicher der SIDE war - der Argentinische Nachrichtendienst, vergleichbar mit dem BND.

Diese Person soll auch ein Privatarchiv seines Vaters geerbt haben der Botschafter in zwei südamerikanischen Ländern war und 1960 starb. In dieser Sammlung sollen sich auch vertrauliche, geheime und kaum bekannte Dokumente zum Graf Spee-Ereignis befunden haben.

 

Später, Ende der 70-ger-Jahre soll er zusätzlich die Privatsammlung von Oscar Rufino Silva, argentinischer Botschafter in Spanien 1952, der 1973 verstarb, bekommen haben.

Auch diese Sammlung soll Dokumente über das Graf Spee-Ereignis enthalten haben und auch hier hätte die Sammlung an die Argentinische Regierung zurückgeführt werden müssen denn auch er war ja Regierungsbeamter.

 

Erwähnt werden sollte auch, dass E. Aumann, 1939 FKpt. und der sich seinerzeit, nur einige Stunden vor dem Suizid, mit Langsdorff unterhalten hatte und einen Bericht darüber schrieb, auch eine Privatsammlung besaß und das dieses von seinem Sohn auch an die obige Person weitergereicht wurde.

 

Natürlich kann man über diese Vorgänge diskutieren und ob es nicht angebracht wäre diese Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen in dem man diese den staatlichen Archiven zur Verfügung stellt – aber Privatsammlungen sind an sich nichts Bedenkliches und oft werden Stücke den Museen zu Ausstellungszwecken gerade von Privatsammlern überlassen – mal für eine definierte Zeit, mal als ständige Leihgabe.

 

Ärgerlich wird es, wenn Dokumente, die ehemals aus Privatsammlungen stammten, zu Wucherpreisen im Internet angeboten werden, obwohl diese nicht den Wert enthalten und von zweifelhafter Herkunft sind.

 

Und natürlich befinden sich auch Anbieter, der sogenannte "Militaria-Handel", in den USA, Deutschland, Großbritannien, Spanien, etc., aber die Angebote sind eher bescheiden und nur von Zeit zu Zeit greifbar – dagegen sind die obigen Angebote eine regelrechte Überflutung.

 

Das Beklagenswerte ist, dass Argentinien über sehr gute Historiker und Archivare verfügt die ihre Aufgabe durchaus mit Verantwortung betrachten und schützende Maßnahmen ergreifen würden – es fehlt leider der politische Beistand.

 

Diese Dokumente, im Prinzip Aktennotizen, bilden zunächst einmal nur eine umfangreiche Bürokratie ab. Jede Maßnahme, so wichtig oder auch unwichtig diese auch gewesen war, ohne Papier ging nichts. Und selbst wenn in einigen Dokumenten Namen ehemaliger internierter Besatzungsmitglieder aufgeführt werden, welchen Wert hat das - doch nur, wenn ein Nachkomme danach sucht.

 

Sich die eigene Tasche füllen durch den Verkauf von Dokumenten, die alle auf die eine oder andere Weise ein Stück Geschichte ehemaliger Speefahrer belegen, ja sogar persönliche Daten enthalten, ist kategorisch zu verurteilen.

 

Die Personen sind namentlich bekannt und ihre Pseudonyme, mit denen sie auf den Verkaufsplattformen handeln, sind ihnen problemlos zuzuordnen. Das diese hier nicht genannt werden liegt daran, dass sonst eine leistungsfähige Suchmaschine den Weg zu den Angeboten ggf. weisen würde.

 

Man kann diesen Handel nicht kategorisch unterbinden, aber man kann anhand einer generellen Veröffentlichung einer gut sortierten Anzahl von Dokumenten zeigen, was jeder, der auf diese Profitmacherei reinfällt, bekommt – nichts als ein Stück Papier das keinen Weg zu einem, wie immer gearteten Kontext, aufzeigt.


Schwerer Kreuzer HMS "Exeter"

Der Wahlspruch: "Semper fidelis"

York-Klasse - 8390 ts - 32 kn

Leichter Kreuzer HMS "Ajax"

Der Wahlspruch: " Non other than Ajax"

 Leander-Klasse - 7270 ts - 32,5 kn

Leichter Kreuzer HMNZS "Achilles"

Der Wahlspruch: "Braverly in Action"

Leander-Klasse - 7270 ts - 32,5 kn